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3D-TV
Der Begriff "3D-TV" steht für die Technik von 3D-Television mit einem 3D TV Gerät:
mit Hilfe einzelner Bild- beziehungsweise Videosignalen für das links und das rechte Auge entsteht meist
durch Beihilfe eines optischen oder elektrischen Filters (zum Beispiel der 3D-Brille) der 3D Eindruck.
Vorraussetzung ist hierfür ein vorliegendes 3D-Video, welches in einem speziellen Aufnahmeverfahren (stereoskopische Aufnahme / Produktion) hergestellt wurde und mittels verschiedener, technischer
Lösungen transportiert und damit vom Betrachter gesehen werden kann, bspw. mit einem 3D-TV Gerät.
Anaglyphes Verfahren
Das frühe, ab 1953 sog. anaglyphe Verfahren, bei dem nicht alle Farben eines Filmes gezeigt werden können und bei dem eine rot-blaue Brille oder eine Brille mit anders gefärbten Gläsern Verwendung fand, welche die Aufgabe hatte, die fehlenden Farbwerte eines Auges zu überlagern um damit einen räumlichen Eindruck zu gewinnen, weicht den aktuelleren technischen Verfahren, die viele Vorteile bieten.
Dennoch wurde die anaglyphe Brille immer weiter optimiert und es existieren verschiedene Farbfilter- kombinationen diverser Hersteller, mit der die Bildwiedergabe und die Farbdarstellung gegenüber der klassischen anaglyphen Brille in einigen Punkten noch verbessert wurde.
Polarisationstechnik
Die Polarisationstechnik stellt eine Verbesserung dar und baut auf der getrennten Übermittlung von Bildern mittels polarisiertem Licht auf. Nicht darstellbare Farben gehören seitdem der Vergangenheit an. Aktuellere 3D-Kinofilme werden in den Kinos oft mit der Polarisationstechnik aufgeführt. Dabei unterscheidet man die lineare Polarisation und die zirkulare Polarisation. Bei ersterer wäre ein Nachteil, dass man bei Neigung des Kopfes aufgrund einer Verschiebung sog. Geisterbilder sehen kann, bei letzterer und richtiger Abstimmung von Brille und Quelle trifft das Licht schwingend auf die Brille auf und die Nachteile von Neigungsfehler verschwinden fast vollständig. Beide Verfahren sind zueinander nicht kompatibel. In vielen 3D-Kinos wird heute die zirkulare Polarisationstechnik mit Hilfe von Einwegbrillen eingesetzt. Bei einem 3D TV-Gerät und bei 3D-Bildschirmen kommen heute unterschiedliche Technologien zum Einsatz, je nach Wunsch des Herstellers.
Interferenzbrillentechnik
Bei der farbneutralen Interferenzbrillentechnik wird das Bild mit den Grundfarben für das linke und rechte Auge unterschiedlich wellenpolarisiert. Dieses Verfahren benötigt eine Nachbearbeitung des Videosignals mithilfe eines Rechners mit einem DSP (Digital Signal Prozessor), um Farbfehler aufgrund des Verfahrens wieder auszugleichen. Es wird aktiv in vielen Kinos von der Firma Dolby* (*eingetragener Firmenname) als 3D-Technik dieser Marke angeboten und bietet eine bessere Kanaltrennung als mit der klassischen Polarisationstechnik.
Aktive Shutterbrillen
Moderne 3D Fernseher, Bildschirme und einige 3D-Kinos verwenden die sog. aktiven Shutterbrillen, oftmals mit LCD-Technik. Hierbei werden zwei gesteuerte Gläser in die Brille integriert, die mittels Funk- oder Infrarotsignal und energieversorgt abwechselnd das linke Halbbild und das rechte Halbbild des Filmes passieren lassen und lichtdurchlässig und ebenso lichtundurchlässig geschaltet und getaktet werden. Der 3D Effekt entsteht durch eine perspektivische Verschiebung der beiden Teilbilder für das jeweilige Auge. Eine hohe Bildwiederholfrequenz, mindestens von 100-160 Hz, wird dringend benötigt für eine saubere Wiedergabe und einer Geringhaltung von Ermüdungserscheinungen für die Augen, denn je höher die Bildwiederholrate, desto weniger anstrengend ist das Sehen mit einer aktiven Shutterbrille.
3D-Projektion mittels Beamer | Projektor
Bei der 3D-Projektion beispielsweise auf einer Leinwand unterscheidet man die passive 3D-Projektion:
die deckungsgleiche, aufeinanderliegende doppelte Projektion zweier stereoskopischer Halbbilder durch zwei optische Linsen oder Systeme, bei der in der Regel jeweils ein Filter pro System, z. B. ein Polarisationsfilter
zur Kanaltrennung für die Augen zur Verwendung kommt, für die damit notwendige 3D-Brille.
Daneben existiert die aktive 3D-Projektion, bei der abwechselnd das Bild für das linke und für das rechte Auge projiziert wird und dann mittels synchronisierter, aktiver Shutterbrille dreidimensional gesehen werden kann.
Sonstige Verfahren
Es existieren noch andere Verfahren zur Darstellung von 3D TV, unter anderem:
3D-Videobrillen für eine Person mit eingebautem Mini-Projektor für die Augen;
früher sog. Pulfrich-Brillen, eigentlich Pseudo-3D-Brillen, die eine optische Täuschung mittels eines abgedunkelten Auges durch eine hierbei bedingte Zeitverzögerung des Lichteinfalls des Auges erreichen,
bei dem das Video im Gegensatz zum stereoskopischen Verfahren mit nur einer Kamera und in besonderer Drehung aufgenommen werden musste, um eine räumliche Tiefe zu suggerieren.
Daneben werden 3D-TV-Geräte wie auch 3D-Bildschirme für andere Geräte entwickelt und erforscht, die gänzlich ohne Brille auskommen sollen: die autostereoskopischen Bildschirme. Die Erfahrungsberichte dieser Geräte weisen jedoch eine höhere Blickwinkelabhängigkeit und damit deutliche Nachteile beim Betrachten mit mehreren Personen gleichzeitig auf. Die Technik von Bildschirmen ohne Brille ist damit mittelfristig etwas für Geräte, bei denen der Betrachter direkt davor sitzt und immer einen ähnlichen Augenabstand und Winkel einbehält, beispielsweise bei tragbaren Videospielkonsolen, Movieplayern, Laptops, Netbooks bzw. Notebooks, zukünftigen Mobiltelefonen, Smartphones oder Navigationsgeräten.
Fazit
Aktuell kann man sagen, die Polarisations-, die Interferenzbrillen- und besonders die Shutterbrillentechnik sind das Maß der Dinge bei 3D-TV. Sie werden uns bestimmt einige Zeit erhalten bleiben und mit einem modernen 3D TV-Gerät viele, viele Stunden der Unterhaltung und auch der Freude bieten. Für andere Gerätegattungen werden brillenlose 3D-Bildschirme in Zukunft wahrscheinlich eine zunehmendere Rolle spielen.
Aufgrund der in der Regel voll vorhandenen Kompatibilität für normales 2D-Fernsehen sind die modernen 3D Fernseher universell einsetzbar und damit als Ersatz für das alte TV-Gerät optimal anzusehen.
Es spricht also nichts gegen den Trend, sich ein tolles 3D TV Gerät anzuschaffen! Weiter: Damals & Heute